Zentrale Leitstelle feiert 25jähriges Bestehen
| 29.09.2011 14:25 |
|
Hochtaunuskreis. Rund um die Uhr ist die Zentrale Leitstelle des Hochtaunuskreises erreichbar. Hier werden alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuerwehr und des Katastrophenschutzes organisiert, Krankentransporte gelenkt und koordiniert. Sämtliche Brandmeldeanlagen im Hochtaunuskreis sind auf die Leitstelle geschaltet, der Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wird in der Leitstelle empfangen und wer eine Auskunft zum ärztlichen Notdienst braucht, bekommt hier eine Antwort. Am 1. Oktober besteht die Zentrale Leitstelle des Hochtaunuskreises seit 25 Jahren. „Die Einrichtung einer solchen Leitstelle war damals eine landesweite Forderung. Sinnvoll war sie allemal: Die Kommunikation ist direkter geworden, die Hilfe kommt damit auch schneller bei den Betroffenen an. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern in der Leitstelle, den Rettungsdiensten und den Feuerwehren klappt hervorragend“, so das Fazit von Landrat Ulrich Krebs.
Krebs nahm den Geburtstag der Leitstelle auch zum Anlass, den Mitarbeitern für ihre Arbeit zu danken: „Unsere Mitarbeiter treffen bei einem Großteil der Telefonate auf Menschen in Extremsituationen. Da ist es besonders wichtig, Ruhe auszustrahlen und mit gezielten Nachfragen die bedeutenden Informationen herauszufiltern. Mit dieser ruhigen, kompetenten und freundlichen Art geben sie den besorgten Anrufern Sicherheit und schicken schnellstmöglich die Hilfe, die notwendig ist.“ 13 Mitarbeiter sind zurzeit in der Leitstelle beschäftigt. Der Tag ist in drei Schichten á zwei Mitarbeiter unterteilt. Bei Bedarf wird das Personal aufgestockt, wie beispielweise bei einer Häufung von Einsätzen durch Unwetter oder bei großen und unvorhersehbaren Ereignissen. 80.000 Gespräche gehen im Laufe eines Jahres bei der Leitstelle ein, rund 37.000 bringen Einsätze für Krankentransporte, Rettungsdienst und Feuerwehr mit sich, 45 Prozent davon sind Notfalleinsätze. Rund 11.500 Anrufe beziehen sich auf Fragen zu Apotheken, ärztlichen Notdiensten oder sind Vermittlungen zur Polizei. Die restlichen Anrufe sind Kontakte von Einsatzkräften zur Leitstelle. Die Gesamtzahl der eingehenden Gespräche hat sich in den vergangenen 25 Jahren um 40 Prozent erhöht. „Im Zweifel ist es besser, einmal zu viel anzurufen“, so Krebs, der auch zu berichten weiß, dass beispielsweise Anzeichen für einen Schlaganfall, wie Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen, dauernder Schwindel und Taubheitsgefühl, zu oft zu spät gemeldet werden.
Zu Beginn war die Zentrale Leitstelle in der Schwalbacher Straße in den ehemaligen Räumlichkeiten der Kriminalpolizei in Bad Homburg angesiedelt, seit dem 9. April 1999 sitzen die Mitarbeiter im Landratsamt. Auch modernste Technik hat im Laufe des vergangenen Vierteljahrhunderts immer wieder Einzug in die Leitstelle erhalten. So wurde am 1. Dezember 1993 die EDV gestützte Einsatzlenkung eingeführt. Für den Fall der Fälle gibt es im Landratsamt ein Notstromaggregat und auch die Tafeln für händische Einsatzplanung stehen bereit.
* * *
Bevor es 1986 zur Einrichtung einer Zentralen Leitstelle für den Hochtaunuskreis kam, liefen alle Anrufe, die an die Rufnummer 112 gerichtet waren, bei der Polizei auf. Diese informierte dann bei Einsätzen für den Rettungsdienst und Krankentransport die Sanitätsleitstelle beim DRK in der Kaiser-Friedrich-Promenade in Bad Homburg. Dort hatte ein Mitarbeiter die Aufgabe, diese Einsätze zu disponieren. Feuer- und Hilfeleistungseinsätze wurden von den Feuerwehren eigenständig gelenkt, die Alarmierung erfolgte ebenfalls durch die Polizeistationen. Einzige Ausnahme bildete Bad Homburg, hier gingen alle Anrufe an die Nummer 112 direkt bei der Feuerwehr Bad Homburg ein, die sie dann entweder an die Sanitätsleitstelle (Rettungsdienst- und Krankentransporteinsätze) weitergab oder eigenständig abarbeitete (Feuer- und Hilfeleistungseinsätze). |






