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Zusammenarbeit intensiviert: Handwerkerstammtisch und Betriebsbesuche


22.07.2009 09:11

Hochtaunuskreis. Der Hochtaunuskreis und die Kreishandwerkerschaft Hochtaunus verstärken ihre Zusammenarbeit. Auf Vorschlag von Landrat Ulrich Krebs wird es Ende September einen Handwerkerstammtisch geben. "Ziel ist es, direkt mit den Betrieben ins Gespräch zu kommen, um Fragen und Wünsche auszutauschen", so der Landrat nach einem Treffen mit Kreishandwerksmeister Walter Gernhard.

 

"Schon heute bleiben 80 Prozent der Aufträge für Bauunterhaltung in der Region", berichtet der Landrat. Da nicht alle Gewerke regional vertreten sind, ist dies ein hoher Wert.
"Wir wollen die Handwerksbetriebe im Kreis aber auch vermehrt dazu bringen, sich an öffentlichen Ausschreibungen größeren Umfangs bei Neubauten oder größeren Sanierungsmaßnahmen zu beteiligen. Die Resonanz sei hier relativ zurückhaltend. Krebs regt an, seitens der Handwerksbetriebe zu überlegen, als Bietergemeinschaften zusammen mit anderen heimischen Firmen anzutreten.


In diesem Zusammenhang verabredetem Gernhard und Krebs den vermehrten Austausch von Informationen über das Produktangebot der Handwerksbetriebe im Hochtaunuskreis, damit diese noch gezielter zur Angebotsabgabe aufgefordert werden können oder auf öffentliche Ausschreibungen aufmerksam gemacht werden. Krebs erinnert noch einmal an den Newsletter des Hochtaunuskreises, der über die Homepage (www.hochtaunuskreis.de) angefordert werden kann und über Ausschreibung informiert.

 

Um den Kontakt zu den Betrieben zu intensivieren, stattete Landrat Ulrich Krebs, begleitet von Kreishandwerksmeister Walter Gerhard und dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Eberhard Haag, dem Malerfachbetrieb Roland Walter und dem Elektrofachbetrieb Uwe Buchmann einen Besuch ab. Neben einer ausführlichen Betriebsbesichtigung beider Firmen in Wehrheim informierte sich Krebs über die Erfahrung der Firmen beim öffentlichen Auftragswesen, die Lehrlingssituation und die Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Banken während der derzeitigen Finanzkrise.
"Das Handwerk im Hochtaunuskreis steht für qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen. Das Handwerk ist aber gerade auch in der Ausbildung ein verlässlicher Partnern", so Krebs mit Blick auf die zahlreichen Ausbildungsplätze, die jährlich durch die Handwerksbetriebe für junge Menschen im Hochtaunuskreis bereit gestellt werden. "Die Ausbildungsbereitschaft ist trotz der Finanzkrise nicht zurückgegangen. Das ist ein gutes Zeichen. Bis Mitte dieses Jahres, so berichtet es mir die Kreishandwerkskammer, sind 80 neue Ausbildungsplätze entstanden. Der Mittelstand ist damit auch gerade in schwierigen Zeiten das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft", attestiert der Landrat. Eigene Ausbildung sei für die Betriebe der entscheidende Beitrag um dem viel zitierten Fachkräftemangel zu begegnen.

 

Der Landrat berichtet, dass die besuchten Betriebe zudem eng mit den Jobvermittlern des Landratsamtes zusammenarbeiteten: "Mit dieser Bereitschaft der Betriebe haben auch benachteiligter Jugendliche eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Diese Ausbildungsplätze helfen den Jugendlichen für ihr weiteres Leben einen Grundstock zu legen. Eine solide Ausbildung bleibt die Grundlage für eine langfristige Integration in den Arbeitsmarkt und ist die beste Prävention gegen den weiteren sozialen Abstieg." Im Jahr 2008 konnten auf Vermittlung des Landratsamtes über 100 benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung beginnen.