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| 23.09.2010 14:50 |
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Hochtaunuskreis. Vom Erfolg des Projektes "Jugendsinfonieorchester Hochtaunus" angespornt, startet die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung ihr zweites Projekt: Den Jugendchor Hochtaunus. "Mit dem Jugendchor verfolgen wir zwei Ziele: zum einen möchten wir zeigen, welch hervorragende musikalische Arbeit hier im Kreis mit Jugendlichen geleistet wird, sowohl in den Schulen, als auch in den Chören des Sängerkreises und an anderer Stelle. Zugleich wollen wir diese Arbeit mit dem Jugendchor befruchten, indem unsere Chorsängerinnen und Chorsänger die Erfahrungen, die sie in der Probenwoche sammeln, in ihre Stamm-Ensembles zurücktragen", so Landrat Ulrich Krebs, Vorstandsvorsitzender der Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung - Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis über das Vorhaben. Die Initiative zu dem Projekt sei vom Sängerkreis Hochtaunus ausgegangen, berichtet Krebs und so sei der Sängerkreis gemeinsam mit der Gerning-Stiftung Träger des Projektes. "Mit dem Jugendchor Hochtaunus soll ein Auswahlchor ins Leben gerufen werden, in dem die besten Nachwuchsstimmen aus dem Hochtaunuskreis gemeinsam singen können. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, intensive Chorerfahrung unter professioneller Leitung zu sammeln und den musikalischen Einsatz ihrer Stimme zu entwickeln", erläutert Claus-Peter Blaschke, Vorsitzender des Sängerkreises Hochtaunus. Jugendliche im Altern zwischen vierzehn und 25 Jahren, die im Hochtaunuskreis wohnen bzw. hier zur Schule gehen oder Musikunterricht haben, seien eingeladen, sich für ein Vorsingen anzumelden. Das Vorsingen finde am 19., 20., 26. und 27. Februar 2011 statt und dauere rund zehn Minuten. Dabei seien ein schnelleres und ein langsameres Stück vorzutragen. "Wer das Vorsingen bestanden hat, ist Mitglied im Jugendchor Hochtaunus", kündigt Blaschke an. Im April werden die Noten für die einzelnen Stimmen ausgegeben und vom 7. bis 13. Juni laufe die Probenphase im Hofgut Mauloff in Weilrod-Mauloff. Das Können des Chores werde dann in zwei Konzerten am 13. und 14. Juni zu hören sein. Rund 27.000 Euro werden zur Finanzierung des Projektes Jugendchor Hochtaunus benötigt. Nur ein kleiner Teil lasse sich aus den erwartenden Einnahmen der Konzerte gegenfinanzieren. Den größten Teil müssen der Sängerkreis und die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung schultern. "Dafür sind wir auf Spenden, auf Sponsoren und Förderer angewiesen. Ich bin sicher, dafür einige gewinnen zu können", so Krebs. Auch der Erlös aus dem Konzert "Singen bewegt!", das der Hessische Sängerbund am 2. Oktober um 19.30 Uhr in Oberursel veranstaltet, komme als Anschubfinanzierung dem Jugendchor zugute. "Hierüber freue ich mich sehr und hoffe auf einen zahlreichen Besuch dieses hochkarätig besetzten Chorkonzertes in der Oberurseler Christuskirche", sagt Krebs.
Als künstlerischen Leiter des Jugendchores stellten Krebs und Blaschke Jan Schumacher vor: "Er ist ein renommierter Chordirigent und leitet unter anderem das Vokalensemble 'Camerata Musica Limburg' und den Chor der TU Darmstadt. Jan Schumacher ist Träger zahlreicher Preise und Auszeichnungen. Dass er in Sachen Jugendarbeit einschlägige Erfahrungen hat, zeigt sich auch darin, dass er 2008 Gastdirigent des Landesjugendchores Rheinland-Pfalz war."
Anmeldeformulare werden an die weiterführenden Schulen und Musikschulen im Hochtaunuskreis verteilt und sind außerdem erhältlich beim Hochtaunuskreis, Fachbereich Kultur (Telefonnummer: 06172 999-4610, kultur@hochtaunuskreis.de) oder im Internet unter www.hochtaunuskreis.de, Stichwort Jugendchor Hochtaunus. Anmeldeschluss ist der 31. Januar 2010. Hintergrund Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung:
Die Stiftung wurde 2008 als Stiftung für Kunst und Kultur im Hochtaunuskreis gegründet. Vorstandsvorsitzender ist Landrat Ulrich Krebs. Ein Kuratorium berät über die inhaltliche Ausgestaltung. Erklärtes Ziel ist es, Privatpersonen, Unternehmen und Institutionen durch die Möglichkeiten, die eine Stiftung bietet, aktiv in die Kulturarbeit einzubeziehen. So sollen Zustifter und Unterstützer aus Wirtschaft und Gesellschaft gewonnen werden, um ihre Arbeit nach dem Vorbild von Bürgerstiftungen auf eine möglichst breite gesellschaftliche Basis zu stellen. Der Hochtaunuskreis hat das Grundkapital von 560.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Ansprechpartner ist Gregor Maier, Leiter des Fachbereiches Kultur im Hochtaunuskreis (Tel. 06172 999-4600 oder gregor.maier@hochtaunuskreis.de). Informationen gibt es unter www.hochtaunuskreis.de/kultur.
Namensgeber der Stiftung ist der Gelehrte und Dichter Johann Isaak von Gerning (1767-1837), der dem heutigen Kreisgebiet in besonderer Weise verbunden war. Er kann als einer der Väter des Namens "Taunus" gelten. In seinem Lehrgedicht "Die Heilquellen am Taunus" (1813), das dem Landgrafen von Hessen-Homburg gewidmet ist, unternimmt der Autor eine imaginäre gelehrte Reise durch den Taunus; er trug dadurch wesentlich zur Durchsetzung des Namens "Taunus" statt der hergebrachten "Höhe" bei. Gerning erwarb sich auf zahlreichen Feldern des kulturellen Lebens - Literatur, bildender Kunst, Geschichte, Altertumskunde, Landeskunde - große Verdienste.
Das erste größere Projekt, das die Johann-Isaak-von-Gerning-Stiftung verwirklicht hat, war die Gründung des Jugend-Sinfonie-Orchesters Hochtaunus, das 2010 erstmals zusammentrat. An dieses Engagement der musikalischen Nachwuchsförderung knüpft das neue Projekt des Jugendchors Hochtaunus an. |
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