Hochtaunuskreis nimmt an hessenweiter Vernetzung teil

Datum: 12.07.2018

Im HTK gibt es zwei Lotsenprojekte zur Integration von Migrantinnen und Migranten. Geschult und betreut werden die ehrenamtlich tätigen Integrationslotsen von dem Caritasverband für den Bezirk Hochtaunus e. V. und dem Internationalen Bund Südwest gGmbH. Die Leitstelle Integration, bei der die WIR-Koordinatorin Sabine Schleiermacher die Projekte begleitet, hat ein enges Netzwerk mit den beiden Lotsenprojekten geknüpft. Regelmäßig stellen sich die Lotsenprojekte mit Ihren Einsatzfeldern, Ihren Neuerungen und Ansprechpartnern im Landratsamt vor.

Erst kürzlich waren die für geflüchtete Menschen zuständigen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Fachbereichen, die Kundenkontakt zu Menschen mit Migrationshintergrund haben, eingeladen. Die Projekte warben dafür, Lotsen für Klienten anzufragen und Klienten für diese Tätigkeit zu motivieren. „Die Unterstützung in Alltagssituationen, wie z.B. bei Arzt- oder Behördengängen, gibt den meist weiblichen Lotsen mit Migrationshintergrund selbst mehr Sicherheit und mündet oft in eigene Erwerbstätigkeit“, freut sich Susanne Köpp, Bereichsleiterin des Internationalen Bundes Südwest gGmbH.

Wir binden im HTK das Engagement ehrenamtlich tätiger Integrationslotsen bereits gut in vorhandene Strukturen ein. Dieser regelmäßige Erfahrungs- und Informationsaustausch für und zwischen den Trägern wird nun noch durch ein Vernetzungsangebot des HMSI auf Landesebene erweitert.

Auf gemeinsame Einladung des Kompetenzzentrums "Vielfalt – WIR Lotsen" und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration hat der Hochtaunuskreis an zwei Vernetzungstreffen der Integrationslotsen in Frankfurt teilgenommen. „Es war spannend zu sehen, dass es so vielfältige Konzepte der Integrationslotsenprojekte gibt“, kann Heike Werschnitzky berichten, die bei dem Caritasverband für den Bezirk Hochtaunus e.V. die Koordination der Integrationslotsen und deren Qualifizierung begleitet.

"Grenzen in der Integrationslotsentätigkeit" war das Hauptthema der Veranstaltungen in Frankfurt, die drei Impulsvorträge im Angebot hatten. Alle Vortragenden waren sich einig, dass es wichtig ist, bei einer Tätigkeit Grenzen zu setzen und diese zu respektieren. Beim regen Austausch der Praxiserfahrungen wurde geklärt, welche Aufgaben von Integrationslotsinnen und -lotsen zu meistern sind, wo Grenzen im Engagement sind und wer für die Grenzen Ver-antwortung trägt. Vernetzungstreffen bieten den Projektträgern die Möglichkeit, sich aktiv in die Weiterentwicklung einzubringen, um das vorhandene ehrenamtliche Engagement der Integrationslotsinnen und -lotsen vor Ort zu stärken. Zudem wird die eigene hauptamtliche Arbeit reflektiert.

Ziel des Kompetenzzentrums ist es, unter Einbeziehung der Fachleute vor Ort, verlässliche Strukturen für die In-tegrationslotsentätigkeit aufzubauen. Weitere Informationen über das Kompetenzzentrum Vielfalt – WIR Lotsen" gibt es unter http://lagfa-hessen.de/themen-und-projekte.

 

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