Sternsinger in den Hochtaunus-Kliniken
Es ist schon eine feste Tradition, dass die Sternsinger der Katholischen Kirchengemeinde St. Martin den traditionellen Segen „Christus Mansionem Benedicat“ („Gott beschütze dieses Haus“) in die Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg bringen. Eingebettet war der Segensgruß in eine kleine Andacht, die die katholische Klinikseelsorgerin Sandra Anker in der Kapelle des Krankenhauses feierte. Zu dieser Andacht waren außer den 17 Sternsingern auch die Geschäftsführerin der Kliniken Dr. Julia Hefty, sowie Landrat und Erster Kreisbeigeordnete des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs und Thorsten Schorr, gekommen. Letzterer ließ es sich nehmen, den Gottesdienst an der Orgel zu begleiten.
„Es ist eine schöne Tradition, dass die Sternsinger die Hochtaunus-Kliniken besuchen“, sagte Landrat Krebs. Hier in diesem Haus, in dem Freud‘ und Leid sehr oft sehr dicht beisammen liegen, ist der Segensspruch der Sternsinger für Patientinnen und Patienten aber auch für alle Mitarbeitenden eine wichtige Botschaft.“ Das zeigte sich auch beim anschließenden Rundgang der Sternsinger durch das Krankenhaus, denn die Patienten freuten sich sehr über den Besuch und den Segensgruß der jungen Gäste, die vor den geöffneten Türen der Krankenzimmer für die Patienten und Mitarbeitenden sangen.
Noch in den nächsten Tagen folgen die Kinder, prächtig gekleidet mit Kronen und königlichen Gewändern, dem Stern und ziehen von Haus zu Haus. Gleichzeitig sammeln sie Spenden und setzen sich für Kinder weltweit ein, die in armen Ländern unter besonders schwierigen Bedingungen leben.
Auch im Usinger Krankenhaus waren die Sternsinger zu Gast: Bereits an den letzten Dezembertagen überbrachten die Mädchen und Jungen der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius dort die Segenswünsche zum Dreikönigsfest.
Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und will dazu beitragen, dass Kinder zur Schule gehen können und nicht als Arbeitskräfte missbraucht werden. Weltweit arbeiten 138 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren, 54 Millionen von ihnen unter besonders ausbeuterischen Bedingungen.
Schwerpunktland ist in diesem Jahr Bangladesch. Etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohner lebt in Armut. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen allein in dem südasiatischen Land rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten. Davon 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen Verhältnissen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich vor Ort dafür ein, Kinder aus diesen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.