Nach Übergriff oder Sichtung
Dadurch, dass Wölfe in Deutschland langsam wieder heimisch werden, wird es immer wieder zu Sichtungen kommen. Besonders häufig ist dies zu Beginn eines Jahres, wenn erwachsen gewordene Jungtiere ein neues Revier suchen oder Einzeltiere auf Partnersuche sind.
Sollten Sie einen Wolf entdeckt haben, befolgen Sie bitte diese Hinweise:
- Melden Sie jede Sichtung oder Entdeckung im Zusammenhang mit Wölfen. Jede Meldung zählt, um das Verhalten von Wölfen zu verstehen, Menschen in der betroffenen Region zu informieren und eventuell Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren anzugehen. Dafür bietet das Wolfszentrum Hessen weitere Informationen auf seiner Internetseite unter dem Link Wölfe und Risse melden.
Bei entsprechender Sichtung sprechen Sie bitte mit den Ansprechpartnern bei der Wolfshotline unter Telefon (0641) 20009522. Zudem finden Sie hier ein Merkblatt zur Wolfssichtung Link Merkblatt Wolfssichtung.
Für den Hochtaunuskreis gibt es eine Wolfsberaterin und einen Wolfsberater direkt in der Region, die angesprochen werden können: Dr. Anne Gissel, Telefon 0171-9916099, und Wolfgang Maurer, Telefon 0160-94413869.
- Nehmen Sie nicht die Verfolgung auf oder lassen Sie Ihren Hund von der Leine! Sollte sich der Wolf dadurch bedrängt fühlen, kann er angreifen, um sein Revier zu verteidigen.
- Machen Sie, wenn möglich, ein Foto oder ein Video, das Sie später als Nachweis einreichen können.
- Merken oder notieren Sie sich den genauen Ort oder gar die Koordinaten (Mobiltelefon) der Sichtung. Eine Meldung ohne Ortsangabe ist nahezu wertlos.
- Sollten Sie ein gerissenes Wildtier oder eine eindeutige Wolfsspur finden, fassen Sie nichts an und halten Ihren Hund fern. Ansonsten könnten DNA-Spuren überlagert oder unbrauchbar gemacht. Ein eindeutiger Nachweis wäre dann nicht mehr möglich.
- Sollten Sie ein gerissenes Weidetier (Schaf, Ziege, Rind) finden, rufen Sie - wenn bekannt - unverzüglich die Besitzerin oder den Besitzer an oder die oder den Wolfsbeauftragten der Region an. Auch hier ist es wichtig, Spuren nicht zu verunreinigen, um eine Zuordnung und Risikoeinschätzung nicht zu gefährden.
Soziale Medien
In den sozialen Medien wird immer wieder über Wolfssichtungen oder Wolfsübergriffe berichtet. Das ist normal und für die Betroffenen oft der erste Kommunikationskanal an Familie, Freunde oder Gleichgesinnte. Wenn Sie eine solche Mitteilung entdecken, fragen Sie bitte bei den Erstellern nach, ob sie diese Vorfälle offiziell gemeldet haben. Wenn nicht, fordern Sie sie auf, die Meldung nachzuholen. Jede Meldung ist sehr wichtig, um den Verantwortlichen die Möglichkeit zu geben zu reagieren. Die gesetzlichen Vorgaben ermöglichen nur dann Maßnahmen, wenn Sichtungen oder Übergriffe gemeldet und nachgewiesen sind.