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Zweckverband Feldberghof will mit Binding weitermachen - Sanierung beginnt im Frühjahr

Datum: 11.12.2018
Feldberg 1

Hochtaunuskreis. Der Zweckverband Feldberghof hat in seiner gestrigen Sitzung über die Zukunft des Feldberghofes auf dem Großen Feldberg entschieden. Neuer Pächter soll wieder der bisherige langjährige Partner werden: die Frankfurter Binding-Brauerei. Die Verhandlungen über die Neuverpachtung stehen vor dem Abschluss. Binding ist ihrerseits im Gespräch über die Weiterverpachtung des Feldberghofs, um die Gastronomie auf dem Ausflugsgipfel mit guten, innovativen Konzepten weiter voranzubringen.

Der bisherige Vertrag zwischen dem Zweckverband Feldberghof und der Binding-Brauerei läuft am 31. März 2019 aus und hätte sich automatisch verlängert. Die Kündigung bietet dem Zweckverband die Möglichkeit, dass das Gastronomiekonzept überarbeitet werden kann. Dazu kommt, dass der Gasthof dringend renovierungsbedürftig ist. Bereits im Frühjahr 2019 sollen umfangreiche Arbeiten zu Ausbau und Sanierung beginnen.

Die gesamte Sanierung wird voraussichtlich 1,75 Millionen Euro kosten. Der Zweckverband übernimmt damit auch die Kosten für die betriebliche Einrichtung (z.B. Küche). Weil für dieses Projekt keine Steuermittel verwandt werden sollen, braucht der Zweckverband einen wirtschaftlich soliden und starken Partner. Das Ziel ist eine kostendeckende, sichere Pachtzahlung sowie eine langfristige Zusammenarbeit. Der Betrieb des Feldberghofes soll dauerhaft gesichert sein. Es dürfen keine finanziellen Engpässe entstehen.

Die Verpachtung des Feldberghofes wurde ausgeschrieben, es gab mehrere Bewerbungen. Der Zweckverband hatte einen Kriterienkatalog aufgestellt. Darin festgehalten ist unter anderem eine langjährige Gastronomieerfahrung in Verbindung mit einer nachhaltig gesicherten wirtschaftlichen Absicherung.  Die Binding Brauerei hat seit Jahrzehnten in der Gastronomie bewährt und genießt einen hervorragenden Ruf. Vom Zweckverband wird das Unternehmen weiterhin als idealer Partner für den Feldberghof angesehen.

Die notwendige umfangreiche Sanierung ist laut den Architekten des Fachbereiches Hochbau des Hochtaunuskreises im laufenden Betrieb nicht möglich. Durch die Decke dringt derzeit Wasser in das Gebäude. Innerhalb kürzester Zeit müssen nun alle Wände und Oberflächen renoviert, Abwasser-, Warmwasser- und die Gasanlagen komplett erneuert, Bodenbeläge in großem Umfang ausgetauscht, Treppen saniert und die Elektrik erneuert werden. Die Entlüftungstechnik muss komplett neu gemacht und Fenster und Sonnenschutz saniert werden.

Dazu kommen in einem weiteren Schritt Arbeiten, um den Feldberghof zu modernisieren. Arbeitsbeginn ist im Frühjahr, die Architekten schätzen, dass die Sanierung etwa ein dreiviertel Jahr dauern wird, selbstverständlich soll die Gastronomie so schnell wie möglich wieder eröffnen. Während der Bauzeit wird es auf dem Feldbergplateau eine gastronomische Übergangslösung und auch Toiletten geben.

Das Feldberggebiet verfügt über einen hohen Erholungs- und Erlebniswert. Dem Zweckverband ist es deshalb wichtig, auf dem Feldbergplateau eine vielseitige und gute Gastronomie zu haben. Sie muss den Bedürfnissen ganz unterschiedlicher Besucher, von Motorrad- und Radfahrern über Bustouristen und Wanderern bis zu Familien mit Kindern, gerecht zu werden. Das Feldberggebiet ist eine sensible Region im Naturpark Taunus. Auf den Ausgleich zwischen dem Erholungsbedürfnis der Menschen und dem Schutz der Natur muss immer geachtet werden. Deshalb wurde der Feldberghof nie verkauft, sondern bleibt im Eigentum des Zweckverbandes.

 

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