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Hochtaunuskreis verleiht den Naturschutzpreis 2012

Datum: 20.02.2014
Erster Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Uwe Kraft hat im Kreishaus zum wiederholten Mal den traditionellen Naturschutzpreis, der erstmals in einer erweiterten Form eines Natur- und Umweltschutzpreises ausgeschrieben wurde, verliehen...
Verl.Naturschutzpreis_2014

Hochtaunuskreis. Erster Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Uwe Kraft hat im Kreishaus zum wiederholten Mal den traditionellen Naturschutzpreis, der erstmals in einer erweiterten Form eines Natur- und Umweltschutzpreises ausgeschrieben wurde, verliehen. Insgesamt wurden vier Naturschutzgruppen aus dem Hochtaunuskreis mit einer Urkunde und  Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 1.500 Euro prämiert. „Von allen Bewerbern und Bewerberinnen wurden beachtenswerte Leistungen erbracht. Jedes einzelne Projekt zeigt: Man hat sich Gedanken gemacht, Ideen entwickelt und diese in die Praxis umgesetzt“, lobte der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent alle Preisträger. „Die Urkunde und das Preisgeld sollen eine Anerkennung für die bereits geleistete Arbeit sein und dazu ermutigen, in diesem Bereich weiter tätig zu sein“.

 

 

Insgesamt wurden für den ausgeschriebenen „Naturschutzpreis 2012“ fünf Vorschläge von engagierten Natur- und Umweltschützern fristgerecht eingereicht. Die Bewerbungen wurden durch eine Jury, die aus dem Naturschutzbeirat und einem Vertreter des Fachbereiches Umwelt, Naturschutz und Bauleitplanung besteht, im November 2013 gesichtet und in der dargestellten Reihenfolge prämiert:

 

Den ersten Preis, mit einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro wurde dem Verein Wichtelland e.V. – Verein für Naturpädagogik verliehen. Der Verein ist bereits seit 15 Jahren in Wehrheim aktiv und hat seinen Schwerpunkt in der Vermittlung von Wissen über die Natur. Bereits im Jahr 2007 gehörte der Verein zu den Preisträgern. Der Verein betreibt einen Waldkindergarten, wo Kindern aber auch den Eltern die Natur durch unmittelbares Erfahren nähergebracht wird. Durch vielfältige Aktionen, die auch in der Zusammenarbeit mit Förstern, dem Naturpark Taunus und dem Hessenpark stattfinden, leistet der Verein einen nachhaltigen Beitrag in der Umweltbildung. Ein schönes Beispiel von vielen ist der vom Wichtelland mit Engagement entstandene und betreute Walderlebnispfad in Pfaffenwiesbach.

 

Der zweite Preis war mit 300 EUR dotiert und wurde an die engagierte Bienen AG der IGS Stierstadt verliehen. Die Bienen AG an der IGS Stierstadt wurde im Jahr 2010 in Zusammenarbeit mit dem Bieneninstitut gegründet. Schüler, Lehrer sowie Imkern haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Wissen über die Lebensweise der Bienen und die Imkerei zu vermitteln, sowie aktiv für den Schutz von Insekten einzutreten. Die Mitglieder der AG treffen sich hierzu sehr regelmäßig, bauen Insektenhotels und pflegen den großen Garten auf dem Schulgelände, der von ihnen angelegt wurde. Der Verkauf des selbstgewonnenen Honigs und des Bienenwachs ermöglicht der AG die diversen Projektarbeiten, wie zum Beispiel die Führungen durch den Bienengarten und das Betreiben einer Info-Homepage durch einen der Schüler.

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Ortsverband Oberursel sowie die Waldjugend belegten den dritten Platz und durfte ein Preisgeld in Höhe von 200 EUR entgegennehmen. Die Schutzgemeinschaft zählte bereits im Jahr 2009 zu den Preisträgern und hat ihren Schwerpunkt der nachhaltigen und inzwischen seit 26 Jahren betriebenen Arbeit von rund 1900 Nistkästen für Fledermäuse und Vögel gelegt. Eine entsprechende Kartierung der höhlenbewohnenden Vogel-, Insekten- und Säugetierarten ist ebenfalls vorhanden. Besonders intensiv wird hierbei der Schutz von Fledermäusen vorangetrieben, deren Vorkommen exakt erfasst und deren Sommer- und Winterquartiere regelmäßig kontrolliert und gepflegt. Ebenso kümmert sich die Gruppe um die Pflege der Stierstädter Heide sowie zahlreicher Streuobstbestände und anderer Biotopflächen.

 

Den vierten Platz belegte das ehrenamtliche Amphibienteam Hochtaunus, das auch bereits im Jahr 2011 schon einmal zu den Preisträgern zählte. Mit ihrem Einsatz bei der Reparatur und Erweiterung der maroden Amphibienleiteinrichtung im Bereich zwischen Schmitten und Oberreifenberg hatte sich das Team an dem Wettbewerb beteiligt. Im Jahr 2012 wurden wieder tausende von Kröten, Fröschen und Molchen in aufwändigen nächtlichen Hilfsaktionen vor dem Überfahren von Pkw´s gerettet. Durch die Dokumentation und Präsentation der geleisteten Arbeit auf der neu erstellten Homepage der Gruppe wird zusätzlich auf die Problematik aufmerksam gemacht und der Naturschutzgedanke weitervermittelt.

 

Als fünfte Nominierte wurde auch Frau Dr. Petra Bracht lobend für Ihr Engagement erwähnt. Frau Dr. Bracht gibt in Ihren regelmäßig erscheinenden Zeitungartikeln sowie diversen Beiträgen im Rundfunk Ratschläge zu naturgemäßer und gesunder Lebensweise durch umweltgerechtes Verhalten.

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