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Landrat Ulrich Krebs stellt Schülerradroutenplaner für den Hochtaunuskreis vor

Datum: 07.10.2014
Schule auswählen, Startadresse eingeben und Route berechnen lassen. So einfach zu handhaben ist der Schülerradroutenplaner für den Hochtaunuskreis, den Landrat Ulrich Krebs offiziell freigeschaltet hat und der unter www.radroutenplaner.hessen.de/schule zu finden ist...
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Hochtaunuskreis. Schule auswählen, Startadresse eingeben und Route berechnen lassen. So einfach zu handhaben ist der Schülerradroutenplaner für den Hochtaunuskreis, den Landrat Ulrich Krebs offiziell freigeschaltet hat und der unter www.radroutenplaner.hessen.de/schule zu finden ist.

„In den vergangenen 12 Monaten sind die Strecken zu allen 14 öffentlichen weiterführenden Schulen des Hochtaunuskreises in einem Projekt des Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain untersucht und bewertet worden, so dass sich heute ein ganzes Schülerradroutennetz über den Hochtaunuskreis spannt“, berichtet der Landrat und informierte über das Ziel des Projektes: „Wer Schülerinnen und Schüler davon überzeugen will, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, braucht ein durchdachtes Wegekonzept“, sagt Landrat Ulrich Krebs und ergänzt: „Unser Schülerradroutennetz ist in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern entstanden. Nur wer diejenigen einbindet, die die Wege und den heute freigeschalteten Routenplaner nutzen sollen, findet Akzeptanz.“

Der Landrat nahm die Präsentation des Radroutenplaners zum Anlass, den Schulen zu danken, die sich aktiv in das Projekt eingebracht haben. Besonders engagiert waren die Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach, das Gymnasium Oberursel und die Philipp-Reis-Schule in Friedrichsdorf. Hier fanden zusätzlich zu den Befragungen, der Entsendung von Schülern in die Schülerradroutenbeiräte und Projektstunden auch Projekttage ganzer Klassenstufen zum Thema Mobilität statt.

 

Das Schülerradroutennetz des Hochtaunuskreises umfasst 394 km Wegstrecke. Die Routen lassen sich auf einer Karte ausdrucken. Auf ihr werden auch so genannte Aufmerksamkeitspunkte, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen, dargestellt und kurz beschrieben. In der Erarbeitung des Netzes durch das Planungsbüro VAR aus Darmstadt sind zunächst alle gegenwärtig zur Verfügung stehenden Straßen und Wege daraufhin untersucht worden, wie gut sie sich zum Fahrradfahren eignen.

In Workshops brachten Schülerinnen und Schüler eigene Sichtweisen ein. Bevor die Aufnahme der Routen in den Schülerradroutenplaner erfolgte, wurden diese in sogenannten Schülerradroutenbeiräten abschließend diskutiert und abgestimmt. Vertreten waren dort neben den Fachplanern und den Schülerinnen und Schülern auch die Polizei, Vertreter des Hochtaunuskreises, der Städte und Gemeinden, der Eltern und der Schulleitung sowie des ADFC. Sie entschieden über den Routenverlauf.

„Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Aber auf Sicherheit kommt es uns an, um auch bei Eltern Akzeptanz zu finden. Wir mussten feststellen, dass Eltern ihre Kinder oft aufgrund mangelnder Kenntnis sicherer Fahrradrouten lieber mit dem Auto zur Schule fahren, was wiederum zu Verkehrsproblemen vor vielen Schulen führt. Mit dem Schülerradroutennetz können wir hier gegensteuern“, berichtet Heike Mühlhans, Geschäftsführerin des Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm GmbH). Die Befragungen in den Schulen haben gezeigt, dass bereits 27 Prozent der Schülerinnen und Schüler das Rad regelmäßig zur Fahrt in die Schule nutzten. Dieser Wert sei schon sehr erfreulich, eine Steigerung aber immer wünschenswert.

 

„Der Hochtaunuskreis ist der erste Landkreis, für den wir in enger Zusammenarbeit mit den Schülern ein solch umfangreiches Schülerradroutennetz geknüpft haben“, sagt Geschäftsführerin Mühlhans. Bis 2015 werde die ivm GmbH nach und nach für alle Kreise und Städte der Region Frankfurt RheinMain und damit einen solchen Planer erarbeiten.

 

Landrat Krebs, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der ivm GmbH ist, hat die Schirmherrschaft für das regionale Projekt übernommen und 2013 den Startschuss gegeben. In dem Projekt werden alle lokalen und regionalen Aktivitäten durchgeführt, koordiniert und zusammengeführt. Anerkennung finden Schülerradroutennetz und –planer auch durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das es als richtungsweisend bezeichnet und mit Mitteln aus dem Nationalen Radverkehrsplan fördert. Knapp 300.000 Euro stehen insgesamt zur Verfügung.

 

 

Hintergrund ivm GmbH:

Die ivm GmbH ist eine Regionalgesellschaft, deren Hauptanliegen es ist, die Mobilität in der Region zu sichern und ein nachhaltiges Mobilitätsverhalten zu fördern. Das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen wird von den Ländern Rheinland-Pfalz und Hessen getragen und zählt darüber hinaus die RMV GmbH sowie sieben Landkreise und acht Städte zu seinen Mitgliedern. Weitere Informationen unter: www.ivm-rheinmain.de.

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