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Eichenprozessionsspinner breitet sich aus: Gesundheitsamt gibt Tipps zum Umgang mit der Raupe

Datum: 18.06.2019
Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich durch das lang anhaltende milde Klima wieder aus. Er fühlt sich im Warmen wohl und bevorzugt freistehende und von der Sonne beschienene Eichen. „Auch im Hochtaunuskreis kommt die Raupe vereinzelt vor. Die sehr feinen Brennhaare der Raupe können bei Hautkontakt zu allergischen Reaktionen, wie Juckreiz, Pusteln und kleinen Quaddeln führen. Vereinzelnd können auch Atembeschwerden und Augenrei-zungen auftreten, wenn die Härchen eingeatmet werden“, informiert Dr. Birgit Lindenthal, ärztliche Leitung Gesundheitsdienste beim Hochtaunuskreis.

 

Verhaltenstipps vom Kreisgesundheitsamt zum Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner:

-Raupen und Nester sollten nicht berührt werden

-Sollte es zum direkten Kontakt kommen und dieser eine allergische

 Reaktionen mit Asthma und Atemnot auslösen, sollte der

 Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden

-Bereiche mit Beschilderungen "Warnung vor dem

 Eichenprozessionsspinner" meiden

-Starker Juckreiz kann durch Kratzen die Gifthaare nur tiefer in

 die Haut treiben

-Duschen und Haare waschen, kaltes Wasser lindert Juckreiz

-Bei Augenkontakt mit viel Wasser spülen

-Verschmutzte Kleidung schnell wechseln und bei mindestens

 60°C waschen

 

Haustiere als Überträger:

Wild- und Haustiere reagieren auch auf die Härchen, sodass das Kreis-Veterinäramt empfiehlt, Haustiere – insbesondere Hunde nach dem Spaziergang – gut auszubürsten. Hierdurch wird die Re-aktion durch die Raupenhaare weitestgehend eingedämmt. Durch das Fell ist die Haut der Hunde geschützt vor der Raupe. Sollten doch Symptome (Juckreiz) an empfindlichen Stellen, wie zum Bei-spiel der Nase, auftreten, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Bei Katzen, die Freigang haben, sollten ebenfalls gut ausgebürstet und auf Symptome hin beobachtet werden.

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