Jugendschöffen gesucht: Bewerbungen bis 30. April 2018 möglich

Datum: 01.03.2018
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Für das verantwortungsvolle und interessante Ehrenamt werden ab 2019 Jugendschöffen gesucht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die in den kommenden Jahren an der Seite von Richtern in Jugendstrafsachen mitentscheiden möchten, können sich bis 30. April 2018 schriftlich für das Amt des Jugendschöffen im Landratsamt des Hochtaunuskreises bewerben. „Um dieses Ehrenamt auszuüben ist kein juristisches Fachwissen nötig, Alltags- und Lebenserfahrung sowie Menschenkenntnis sind hingegen von großer Bedeutung“, erklärt Landrat Ulrich Krebs, der Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses ist. Der Ausschuss erstellt Vorschlagslisten der Jugendschöffen für die zwei Amtsgerichtsbezirke Königstein und Bad Homburg, die dem Amtsgericht Frankfurt am Main zugewiesen sind.

Bewerben können sich Interessierte, die in den Städten und Gemeinden des Hochtaunuskreises wohnen und am 1. Januar 2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sind. Die Bewerbungen für das Amt des Jugendschöffen werden ab sofort bis zum 30. April 2018 vom Fachbereich Rechtsservice entgegen genommen. Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter der Nummer 06172 999 1301, per E-Mail: oder auf der Homepage www.hochtaunuskreis.de

 

Merkblatt zur Wahl der Jugendschöffen

Vordruck Bewerbung Jugendschöffenwahl 2018

 

Hintergrundinformationen:

Wesen des Jugendstrafrechts

Das Jugendstrafrecht geht davon aus, dass die Kriminalität junger Menschen, die noch in der Entwicklung stehen, anders zu beurteilen ist als die Erwachsener und deshalb anders reagiert werden muss. Den Jugendlichen steht ein speziell auf Jugendliche zugeschnittenes System von Rechtsfolgen zur Verfügung, das vom Gedanken der Erziehung geprägt ist. Das Gesetz unterscheidet Erziehungsmaßregeln, Verwarnungen, Auflagen, Jugendarrest und Jugendstrafe.

Die Bedeutung der Arbeit der Schöffen und Jugendschöffen

Die Jugendschöffen (wie Schöffen im Allgemeinen) entscheiden gemeinsam und gleichberechtigt mit den Berufsrichtern über das Strafmaß in Verfahren vor dem Landgericht (Jugendkammer) und dem Amtsgericht (Jugendschöffengericht) in Frankfurt.

Die Schöffen sind mit Berufsrichtern gleichberechtigt und nur dem Gesetz unterworfen. Sie müssen ihr Amt unparteiisch ausüben und wirken neben den Berufsrichtern an der Urteilsfindung mit. Sie nehmen an allen während der Hauptverhandlung zu erlassenden Entscheidungen des Gerichtes teil und können Fragen an Angeklagte, Zeugen und Sachverständige stellen. Somit sind sie berechtigt, aber auch verpflichtet alle für die Aufklärung wesentlich erscheinenden Punkte anzusprechen. Vor der ersten öffentlichen Gerichtssitzung werden sie für die Dauer des Amtes von 2019 bis 2023 vereidigt.

 

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