Landkreis sucht Ärzte und medizinisches Personal für Corona-Impfzentrum

Datum: 27.11.2020

Nach den positiven Meldungen über einen Impfstoff gegen das Corona-Virus baut der Hochtaunuskreis derzeit gemäß den Vorgaben des Landes Hessen ein Impfzentrum auf. Die Betriebsbereitschaft soll bis zum 11. Dezember 2020 hergestellt werden.

Zur Unterstützung dieser wichtigen Arbeit sucht der Landkreis ab sofort fachliches Personal, also Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte sowie verfügbare Beschäftigte aus den Bereichen Krankenpflege, Pharmazeutisch-Technische Assistenz oder mit vergleichbaren Qualifikationen. Auch Menschen, die Zivildienst oder Bundesfreiwilligendienst im Bereich Alten- und Krankenpflege absolviert haben, sind gefragt. Die gesamte Impfaktion kann bis in den Herbst des kommenden Jahres andauern. „Wir hoffen, in diesen schwierigen Zeiten engagierte Mitarbeiter*innen zu finden, die uns bei der Bewältigung der Corona-Pandemie mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung zur Seite stehen. Ziel muss es sein schnellstmöglich zu einer gewohnten Normalität zurückkehren zu können,“ sagte der zuständige Gesundheitsdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr.

Wer in den genannten Kategorien relevante berufliche Vorerfahrung besitzt und belegen kann, ist dazu aufgerufen seine Bewerbung über den Hochtaunuskreis einzureichen. Im Laufe der kommenden Woche soll hierzu ein Onlineformular bereitgestellt werden. Es wird hierzu nochmals eine gesonderte Info geben. Selbstverständlich werden die ausgewählten Personen auf ihren Einsatz vorbereitet, erhalten eine Vergütung und werden haftungsrechtlich abgesichert. Für alle Fragen kann man sich telefonisch beim Personalservice der Kreisverwaltung unter 06172/999-1102 informieren.

Derzeit prüft der Verwaltungsstab des Landkreises verschiedene Standorte, die für das geplante Corona-Impfzentrum in Frage kommen. Dabei spielen neben der Lage und Erreichbarkeit auch Logistik und Infrastruktur eine wichtige Rolle. „Kommende Woche werden wir dann über den ausgewählten Standort informieren,“ erläuterte der Erste Kreisbeigeordnete das weitere Vorgehen.

Das Impfzentrum soll an sieben Tagen in der Woche von 7 bis 22 Uhr in Betrieb sein. Der Einsatz ist für mehrere Monate geplant. Da die Zulassung eines Impfstoffs erst noch erwartet wird und der genaue Zeitpunkt des Anlaufens von Impfungen nicht feststeht, wird das Land gesondert die Aktivierung der Impfzentren anweisen. Auch hierüber wird die Kreisverwaltung gesondert informieren. Bei der vom Land angenommenen Impfrate von mindestens 60 Prozent der Bevölkerung, bedeutet dies für den Hochtaunuskreis, die Impfung für mindestens rund 142.000 Menschen zu organisieren.

Gesundheitsdezernent Schorr wies nochmals daraufhin, dass über die Abfolge der zu Impfenden Gruppen die Impfkommission des Robert Koch-Institutes (RKI) entscheide. Der Kreis werde dies auch so umsetzen, zumal man hier keinen eigenen Entscheidungsspielraum habe.

 

 

 

 

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