Integrationsmonitoring

Das Monitoring ist eine Erhebung, die den Grad der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und der interkulturellen Öffnung einiger Schlüsselinstitutionen im Hochtaunuskreis misst. Dafür werden Daten in zentralen Bereichen gesellschaftlicher Teilhabe von Personen mit und ohne Migrationshintergrund beziehungsweise zwischen Ausländern und Deutschen verglichen. Das Integrationsmonitoring 2014/15 ist die zweite Auswertung der Zusammensetzung der Bevölkerung des Hochtaunuskreises im Hinblick auf Integration. Durch den Vergleich mit dem Monitoring 2010 lassen sich Entwicklungen erkennen und dieses Wissen für die Integrationsarbeit des Hochtaunuskreises nutzen.

Der Hochtaunuskreis ist ein wirtschaftsstarker Standort mit in Vergleich zu Hessen niedrigem Arbeitslosenniveau und einer breit gefächerten Bildungslandschaft mit modern ausgestatteten Schulen. Im Schuljahr 2013/14 besuchten im Hochtaunuskreis insgesamt 2.549 Schüler/innen die 8. Klasse einer allgemeinbildenden Schule:  59,2 Prozent der 2.244 deutschen und 32,1 Prozent der 305 ausländischen Schüler/innen besuchten ein Gymnasium - im Vergleich zu Hessen ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: hessenweit besuchten im selben Zeitraum nur 45,2 Prozent der deutschen und 22,6 Prozent der ausländischen Schüler/innen ein Gymnasium.

Der aktuelle Integrations-Monitor zeigt, dass es auch im Hochtaunuskreis Menschen mit Migrationshintergrund schwerer haben, sich in den Arbeitsmarkt und das Bildungssystem zu integrieren. So lag der Anteil der Ausländer bei der Arbeitslosenquote 2015 bei 33 Prozent, das entspricht zwar nur 1.312 Personen, aber dennoch  ist die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung dreimal so hoch wie die der deutschen. Auch haben es ausländische Kinder schwerer, Bildungsabschlüsse zu erreichen, die ihrem intellektuellen Potenzial entsprechen.

Die im Bericht verwendeten Indikatoren, also die Merkmale, die als (statistisch verwertbares) Anzeichen für eine bestimmte Entwicklung dienen, orientieren sich an dem vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration („Integration nach Maß - Der Hessische Integrationsmonitor“) verwendeten Datensatz. So können die im Hochtaunuskreis gewonnenen Erkenntnisse langfristig mit denen auf Landesebene und mit anderen Kommunen verglichen werden. 

Das Integrations-Monitoring wird nach Beschluss des Kreistages alle drei Jahre erstellt. Es ist eine wesentliche Grundlage für Entscheidungen der Gremien des Hochtaunuskreises.

Der nächste Integrationsmonitor mit den Zahlen von 2017/2018 wird voraussichtlich Ende 2019 veröffentlicht.

 

Hier können Sie den aktuellen Integrationsmonitor des Hochtaunuskreises herunterladen.

 

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