Starker Start in die Pflegeausbildung
Eine Ausbildung in der Pflege bringt viele Herausforderungen mit sich – fachlich, aber auch persönlich. In den Krankenpflegehilfeklassen der Hochtaunus-Kliniken zeigt sich aber immer wieder: Viele Auszubildende brauchen zusätzliche Unterstützung, um diese Zeit erfolgreich zu meistern. Genau hier setzt das Projekt P.E.A.K.S. an.
P.E.A.K.S. steht für „Pflegehelferausbildung, Erfolgreiche Unterstützung, Ausbildung, Karriere, Start“ und begleitet Auszubildende gezielt durch ihre einjährige Krankenpflegehilfe-Ausbildung. Das Projekt läuft seit Juni 2024. Die Idee dahinter: Nicht nur Fachwissen entscheidet über den Ausbildungserfolg. Oft fehlen Lernstrategien, Sicherheit im Auftreten oder die nötige Sprachkompetenz. Auch persönliche Herausforderungen im privaten Bereich können eine Rolle spielen. P.E.A.K.S. setzt genau an diesen Punkten an mit individueller Unterstützung und passgenauen Angeboten.
Pro Durchgang werden bis zu acht Auszubildende begleitet. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos – und sehr gefragt: Freie Plätze konnten stets direkt nachbesetzt werden. Insgesamt haben bisher 25 Auszubildende am Projekt teilgenommen. Fast alle haben inzwischen ihre Abschlussprüfung bestanden oder befinden sich auf dem Weg dahin.
Ein Großteil der Absolventinnen und Absolventen bleibt der Pflege treu. Viele wechseln im Anschluss in die dreijährige generalistische Pflegeausbildung und setzen damit ihren beruflichen Weg fort.
Herzstück des Projekts ist die individuelle Begleitung. In persönlichen Gesprächen werden Stärken und Unterstützungsbedarfe ermittelt. Darauf aufbauend entstehen passgenaue Förderpläne. Ergänzt wird dies durch Gruppenangebote, z. B. zu Lerntechniken, Prüfungsvorbereitung, Sprachförderung und sozialer Kompetenz. Auch Soziale Beratung und Reflektion werden angeboten und je nach persönlichem Bedarf gerne genutzt.
„Uns ist wichtig, die Auszubildenden nicht nur beim Lernen zu stärken, sondern ihnen auch Sicherheit und Selbstvertrauen an die Hand zu geben, damit sie ihren Berufsalltag gut meistern können“, erklärt Lisa Tilsner vom Träger basa e.V.
Auch aus Sicht der Schule ist das Projekt ein wichtiger Baustein im Ausbildungsalltag. „Ohne das P.E.A.K.S-Projekt wäre eine derart umfassende Lernunterstützung während und nach dem Unterricht nicht möglich. Ich schätze dieses Projekt sehr, da es einen deutlichen Mehrwert für die Auszubildenden darstellt.“, sagt Beatrice Widekind, Leitung der Krankenpflegehilfeschule.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit dem Bildungsinstitut der Hochtaunus-Kliniken. Die Inhalte werden kontinuierlich abgestimmt und orientieren sich direkt an den Anforderungen der Ausbildung und der Praxis.
Auch nach der Ausbildung endet die Unterstützung nicht zwangsläufig: Bei Bedarf werden Teilnehmende weiterhin begleitet, vor allem, wenn eine Wiederholungsprüfung notwendig wird.
Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Landes Hessen sowie dem Hochtaunuskreis. Auftraggeber ist die Jugendberufshilfe des Hochtaunuskreises. Umgesetzt wird P.E.A.K.S. durch das Team von basa e.V.
„Mit Blick auf den Fachkräftemangel in der Pflege leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag: Es hilft jungen Menschen, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschließen und stärkt gleichzeitig den Nachwuchs in einem wichtigen Berufsfeld“, so Kreisbeigeordnete Antje van der Heide abschließend.